Ich bin ein absoluter Fan von „Die Schöne und das Biest“ (in jeder Form, als Film oder Buch, du kennst das bestimmt), und als ich gesehen habe, dass sich dieses Buch genau daran anlehnt, war ich sofort dabei. Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. Diese Adaption hat mich von der ersten Seite an gepackt und einfach gut unterhalten.

Biest der Highlands
| Autor:in | Greenville, Anna Jane |
|---|---|
| Verlag | Drachenmond Verlag |
| Genre | Märchen/Sagen, Urban Fantasy |
| Tropes | Adaption, Enemies to Lovers, Forced Proximity, Grumpy vs. Sunshine, He falls first, Slow burn |
| Seiten | 429 |
| Erschienen | 28. November 2025 |
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Schottland 1880
Adrianna Turner ist eine Reporterin, die nicht auf Märchen hereinfällt. Und genau dafür hält sie die blutrünstigen Geschichten vom Biest. Doch für ihren neuen Artikel soll sie gerade darüber berichten!
Ausgerechnet auf Earl Stirlings Ländereien wurde das sagenhafte Biest gesichtet. Als hätte Adrianna es als Frau in einem Männerberuf nicht schon schwer genug! Jetzt muss sie es auch noch mit einem unnahbaren Aristokraten aufnehmen, der abgeschieden auf seinem düsteren Schloss am Loch Ness lebt und sämtliche Eindringlinge vergrault.
Allen Warnungen zum Trotz nimmt Adrianna ihre Recherche auf und wird dabei verletzt. Fortan ist sie auf die Hilfe des Earls angewiesen. Dabei entdeckt sie, dass er mitnichten so grausam ist wie sein Ruf, und fühlt sich sogar zu ihm hingezogen. Doch eine Begegnung mit dem Biest ändert alles. Schlagartig verbietet Earl Stirling ihr, sein Schloss zu verlassen.
Wird es Adrianna gelingen, die Geheimnisse des Biests zu lüften und das Herz des Earls zu erweichen – oder muss sie für immer seine Gefangene bleiben?
Charaktere und deren Entwicklung
Adrianna Turner hat mich sofort für sich eingenommen. Sie ist eigensinnig, stark und alles andere als jemand, der einfach den Kopf einzieht. (Genau so mag ich meine Protagonistinnen.) Der Earl Stirling ist das komplette Gegenteil: rau, verschlossen, mit einer Mauer um sich herum, die man sich Seite für Seite erarbeiten muss. Die Entwicklung zwischen den beiden passiert organisch, ohne erzwungene Dramatik, und genau das macht die Geschichte so angenehm. Man fiebert mit, obwohl man eigentlich weiß, wie es ausgeht. (Und trotzdem hatte ich Schmetterlinge im Bauch.)
Schreibstil und Atmosphäre
Anna Jane Greenville schreibt wunderbar atmosphärisch. Die schottischen Highlands sind so lebendig beschrieben, dass man fast das Moor riechen kann. Die Stimmung ist rau, dunkel und romantisch zugleich, und genau das trägt die Geschichte unheimlich gut. Der Schreibstil fließt angenehm, ohne dass man je das Gefühl hat, irgendwo durchgezerrt zu werden.
Spannungsbogen und Konflikte
Das Buch hält die Spannung wirklich gut aufrecht. Die Konflikte zwischen Adrianna und dem Earl sind nachvollziehbar, die Missverständnisse nicht konstruiert, und die zarte Annäherung hat genau die richtige Mischung aus Herzschmerz und Wärme. Es gibt Momente, in denen man das Buch kurz weglegen muss, weil man einfach grinsen muss. (Und das ist immer ein gutes Zeichen.)
Fazit
„Biest der Highlands“ ist eine wunderschön umgesetzte Adaption, die dem Original Respekt zollt und trotzdem eine völlig eigene Geschichte erzählt. Für alle „Die Schöne und das Biest“-Fans ist das hier Pflichtlektüre, aber auch wer die Vorlage nicht kennt, wird hier bestens unterhalten. Ein Buch, das ich wirklich von Herzen empfehlen kann.
