Die Montagsfrage #42 – Buch mit Notiz?

Heute möchte Antonia von Lauter & Leise wissen, ob es für einen okay ist, Bücher mit Notizen zu versehen. Ich muss sagen, das habe ich noch nie in einen Nicht-Schulischen Buch gemacht, aber ich finde die Idee bezaubernd. Ich lese ja eh Bücher nur einmal und warum sollte ich nicht hier und da meinen Gedanken festhalten?


Vor einiger Zeit gab es in Facebook-Buchgruppen sogenannte Wanderbücher. Man tat sich mit 5-10 Menschen zusammen und ein Buch wurde von einem zum nächsten Geschickt, jeder schrieb in einer eigenen Farbe in das Buch, Gedanken, Notizen, markierte Textstellen. Ich fand es toll, leider kam bei mir nie das Buch an =(
Am Kindle mache ich immer Notizen, ich finde es einfach toll. So lässt sich auch viel leichter eine Rezension schreiben, wenn ich Lieblingsstellen markiert habe oder Gedanken während des Lesens aufgeschrieben habe.
Wer nicht ins Buch “kritzeln” mag, kann ja auch PostIts nutzen.
Ich habe einmal ein Buch auf einen Trödelmarkt erstanden, in dem waren Gedanken und Notizen. Es war spannend zu lesen, was jemand anderes an dieser Stelle dachte. Daher finde ich das Okay. Ich arbeite mit Büchern und finde, dass sie so auch aussehen dürfen. Das bringt noch mehr Leben rein, ich finde, so sieht man einem Buch einfach an, es wurde geliebt, gelesen und sich Gedanken drüber gemacht. Man hat es Wert geschätzt und benutzt es nicht als Accessoire.

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Author: Sayuchan

AvatarNeujahrskind ♑ Baujahr ´85, Jungenmutter, Näh-Fee, Leseratte und Woll-Süchtig. Studentin der Sozialen Arbeit in Essen. Geboren in Dinslaken, groß geworden in Duisburg und lebt aber nun in Oberhausen

2 thoughts on “Die Montagsfrage #42 – Buch mit Notiz?

  1. Das kommt auf die Bücher an, und warum man sie hat. Bei Literatur muss man Notizen machen, um hinterher die Stellen wiederzufinden. Bei How-To-Do und Lebenshilfen etc. haben die Autoren praktisch schon das Markieren vorgenommen, es gibt Tabellen, verschiedene Formatierungen usw. Bei Romanen, die man eh nur einmal liest, gibt es keinen Grund Notizen zu machen. Als Buchkritiker liest man ein Buch aber auch auf die Struktur und den logischen Zusammenhang hin. Da bleiben Vermerke und Kommentare aufs Papier nicht aus. Man ist eben kein Leser, sondern ein Kritiker. Die Ansprüche sind höher. Die Arbeit ist mehr.
    Thorsten J. Pattberg, Autor der Lehre vom Unterschied

    1. Klar liest man als Kritiker anders, aber auch schon früher habe ich in Romanen Notizen gemacht. Für mich, Zitate die mir gefallen markiert oder eben andere Dinge. Vor allem, wenn es um Bücher ging, über die wir später einen Test in der Schule geschrieben haben.
      Ich finde aber auch einen Grund, Bücher mit Gedanken zu füllen, wenn man später nochmal liest, da man bei jeden lesen den Fokus auf andere Dinge legt. Oder eben wie beschrieben, wenn es ein Wanderbuch ist. Ich finde es toll, wenn ich Romane auf Trödelmärkte finde, die Notizen enthalten. Warum hat der ehemalige Besitzer das gemacht, denke ich genauso an dieser Stelle usw. Einfach spannend.

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