Das letzte Licht der Magie hat mich mit seiner düsteren, dichten Atmosphäre sofort gepackt. Die Welt, in der Magie gleichzeitig verlockend und bedrohlich ist, wirkt hart und schonungslos, genau das passt perfekt zur Geschichte.

Besonders die Protagonistin Lin hat mich mitgerissen: Zu Beginn ist sie noch verunsichert und von ihrer Vergangenheit gezeichnet, doch im Verlauf der Handlung wächst sie spürbar über sich hinaus. Ihre emotionale Entwicklung, geprägt von Schmerz, Verlust und einem fast verzweifelten Kampf um Hoffnung, hat mich echt mitgenommen.
Die Handlung bleibt spannend, mit einigen Wendungen, die etwas überfordert haben. Manches jam so abrupt, aber das verstärkt die Unberechenbarkeit der Welt und der Magie in der Story.
Der Stil ist atmosphärisch, manchmal beklemmend, und die düsteren Elemente sind genau richtig dosiert, um tief hineinzuziehen.
Das Ende hat mich allerdings etwas enttäuscht, ein Cliffhanger, der zwar zur Stimmung des Buchs passt, aber definitiv Fragen offen lässt. Das heißt, ich muss wie immer auf eine Fortsetzung warten. Ich bin doch so ungeduldig und neugierig. Ganz schwierig für mich 😀
Trotzdem hat dieses Buch mich einfach gepackt: ein emotionales, düsteres Fantasy-Debüt, das weniger eine Geschichte erzählt, als vielmehr eine Stimmung schafft, die noch lange nachhallt.
Von mir also eine absolute Leseempfehlung, wenn ihr auf High/Dark Fantasy steht, wo es mal nicht um Spice oder Romantik geht, sondern um eine starke Protagonistin, die sich ihren Weg erkämpft, emotional wie physisch.
Für Leser:innen ab 16 Jahren, die düstere, bildhafte Fantasy mit Tiefgang suchen.
